Baumkataster Ebreichsdorf

Ab sofort ist der Ebreichsdorfer Baumkataster online  H I E R für alle öffentlich zugänglich. Es ist ein wichtiger Beitrag zur Transparenz in der Verwaltung.
 
Die Ersterfassung hat 2011 stattgefunden. Im ersten Durchgang wurden Kontrollbereiche bei denen die Sicherheiterwartung am Höchsten ist, kontrolliert. Im Laufe der Jahre hat sich die Anzahl der Bäume und bestockten Flächen verändert, da Bäume gefällt bzw. Neupflanzungen durchgeführt wurden – der Baumkataster wird stetig erweitert. Die jährliche Baumkontrolle nach ÖNorm L1122 wird von FLL-zertifizierten BaumkontrolleurInnen von der ‘Maschinenring Service NÖ-Wien eGen‘ durchgeführt.

Mittlerweile sind rund 2.300 Einzelbäume und knapp 22.900m2 bestockte Flächen erfasst worden, darunter etwa 130 verschiedene Baumarten und -sorten. Die drei mit Abstand häufigsten Baumarten sind die Sand-Birke mit 13,36% (315 Bäume), die Sommer-Linde mit 9,46% (223 Bäume) und der Spitz-Ahorn mit 7,17% (169 Bäume).

Im Online-Kataster sind viele Informationen zu den Baumkataster-Bäumen und -Flächen zu sehen:

Einzelbaum

  • Plakettencode (sechsstellig)
  • Kontrollbereich
  • Ortsteil
  • Baumart deutsch/botanisch 
  • Baumhöhe (in m)
  • Kronendurchmesser (in m)
  • Stammumfang (in cm)
  • Pflanzdatum – Bei Bäumen ausgefüllt, bei denen die Quelle gesichert ist.

Bestockte Fläche

  • Plakettencode (sechsstellig)
  • Kontrollbereich
  • Biotoptyp
  • Durchschnittliche Höhe
  • Fläche (in m²)

Was passiert bei der Baumkontrolle?

Die Bäume werden einmal im Jahr von FLL-zertifizierten BaumkontrolleurInnen auf Verkehrssicherheit kontrolliert – dabei wird der gesamte Baum nach ÖNorm L1122 ‚Baumkontrolle und Baumpflege‘ vom Boden aus inspiziert. Neben Stammdaten wie Baumart, Höhe und Baumumfeld werden unter anderem Schäden, Totholz, Zwieselbildung, Vitalität und Standsicherheit bewertet. Bei der Begutachtung wird auf die Sicherheitserwartung, den Gesamtzustand des Baumes und ökologische Gesichtspunkte geachtet. Nach der Baumkontrolle werden, falls notwendig, Pflegemaßnahmen mit einer bestimmten Frist (2 Wochen, halbes Jahr, ein Jahr) empfohlen, sodass die Bäume gesund und verkehrssicher bleiben bzw. werden. Dabei erhalten die Maßnahmen umso höhere Priorität, je akuter die Gefährdungssituation im jeweiligen Baumumfeld ist. Bei der Abwägung der Maßnahmen spielen auch die Sicherheitserwartung, Folgeaufwendungen und Langzeiterfolg eine wichtige Rolle. Die Baumpflege wird im Anschluss von einer Fachfirma umgesetzt.

Einzelbäume haben jeweils Plaketten mit einem sechsstelligen Zifferncode (System Arbo-Tag), sodass jeder Baum identifizierbar ist. Sobald Bäume als bestockte Fläche aufgenommen werden, bekommt ein markanter Baum die Plakette für die gesamte Fläche eingeschlagen. In diesen Flächen werden die Bäume mit einem Spray markiert, bei denen aus Verkehrssicherheitsgründen eine Baumpflegemaßnahme notwendig ist. Meist ist es ein Punkt für ‚Totholzentfernung‘ oder ein X für ‚Fällung‘ (Beispiel siehe Foto). Dieses Vorgehen nennt sich Negativauslese. Die Markierungen dienen dazu, dass die Baumpfleger die nicht verkehrssicheren Bäume finden.